16. Juni 2019 HMI-Technik
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Vakuumkammer für die Präparation mit Polyäthylenglykol (PEG)  

Die Kammer und die 3 Imprägniergefässe sind komplett aus Edelstahl gefertigt. Grosse Sichtfenster aus ESG ermöglichen den Präparatoren einen optimalen Blick auf die Präparate. Die Anforderungen an ein relativ geringes Gewicht, hohe Dichtigkeit und Bedienerfreundlichkeit werden erfüllt.

Formalinfixierte Präparate des Museums für Naturkunde in Berlin werden in PEG eingelegt. Die Imprägnierung erfolgt im Vakuum durch Dampfdruckdifferenzausnutzung (molekulare Substitution). An die Stelle des verdampften Wassers tritt das PEG. Ein stärkeres Sieden des Wassers muß bei dieser Imprägnierungsmethode vermieden werden, da es zu Verformungen des Objektes und zum starken Aufschwimmen des Imprägniergutes an die Oberfläche des Imprägniermediums führen kann. Daher wird das Verfahren über einen längeren Zeitraum mit langsam steigenden Unterdruck durchgeführt, so dass der Austausch Wasser-PEG langsam und schonend erfolgt. Deshalb ist eine optische Kontrolle durch ein Einsichtfenster in die Vakuumkammer unerläßlich. Bei erkennbar nachlassender Bläschenbildung wird der Unterdruck gesteigert. Der längerfristige Imprägnierungsprozeß wird mehrfach unterbrochen und das Imprägniergut auf auftretende Nebenwirkungen (z. B. Fellverwirbelungen, Haltungsveränderungen etc.) untersucht. Das Objekt wird dabei im Medium bewegt und gedreht, bzw. in die nächst höhere PEG-Stufe der drei unterschiedlichen Bäder überführt. Die fertig imprägnierten Objekte können frei an der Luft aufbewahrt werden und behalten dabei ihre Elastizität.


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